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KÄRNTNER KRONE / 3. Jänner 2008
"Das eingebrannte Haushaltsglück" von Frieda Stank
Sie ist wieder da, die Ausstellung von Ina Loitzl in der „galerie.kärnten“! Vor Weihnachten hat man sie nämlich abgehängt: Ob man die Exponate vor dem Ansturm beim Teuerungsausgleich schützen wollte; oder umgekehrt die „kunstfremden“ Besucher der Landesregierung vor dieser Sicht auf „Ein Stück Heimat“, sei dahingestellt…
Denn die gebürtige Klagenfurterin, die in Wien lebt und arbeitet, nimmt mit Witz, Ironie und Fantasie Klischees jeder Art aufs Korn – und stellt sie künstlerisch bloß. An dem, was Heimat („Hamat“) bedeutet, reicht sie sich nicht zum ersten Mal. Diesmal versammelt sie etwa Ingredenzien tourismustauglicher (oder doch auch privaten?) „Heimatgefühls“ in „Mandalas“: Losgelöst von ihrer angestammten Idylle, sind Viecherln, Dirndln und sonst Heimatliches zum Mediationsmuster gruppiert.
Oder sie stickt heimatwerklich abgesegnete Muster goldig neu aus und versieht solche „Lebensträume“ unauffällig mit (ebenso goldig gesticktem) Totenkopf. Zwei Videos gibt’s auch, am Holzbrett serviert: Ein „Jodelrap“ mit pfiffigem Lederhosenträger delektiert ebenso wie das „heimatg’fühl“; bei dem es einem Gummitrachtenpärchen an den Kragen geht.
„Daham is wås los“ heißt eine Serie von Siebdrucken. Das die Teile „Jakobsweg“, „Ironman“ und „Laufsteg“ direkt zu den lachenden Porträts von Jörg Haider und Uwe Scheuch führen, ist wohl kein Zufall. Ebenso wenig die bei Loitzl unverzichtbaren feministischen Arbeiten, die hier passend ländlich-sittlich daherkommen: Als Nudelwalker etwa, dem das „Haushaltsglück“ eingebrannt ist: oder als „handzahmer“ Topflappen mit dem Konterfei der Künstlerin. Die Mutter von drei Kindern hat auch im Alltag viel damit zu tun, Gleichberechtigung zu leben. So hat Loitzl ihren Landesförderungspreis und das Pariser Atelierstipendium mit der ganzen Familie genutzt – und dabei nicht nur künstlerische, sondern auch „normale“ Kontakte gewonnen. Und noch mehr Esprit für ihre gekonnt spartenübergreifenden Arbeiten, die in der „galerie.kärnten“ noch bis zum 18. Jänner zu sehen sind.
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