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DIE PRESSE / Schaufenster / 26. Februar 2009
Das Wiener Filmfestival TRICKY WOMEN zeigt 181 Animationsfilme von Frauen. Vier Künstlerinnen sprechen über Geduld, Vorbilder und Humor im Trickfilm.
Wasserfarbenzweige, die sich
auf nackten Körpern zu einer Liebesgeschichte auswachsen. Ein Notizbuch, das
sich per Kulistrich in ein Notebook verwandelt. Ein einsamer Puppenmann, dem
Gesellschaft aus der Achselhöhle wächst. Eine Hommage an Bonnie Tyler in
Filzstift. Das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Programm des
Trickfilmfestivals „Tricky Women“, das heuer zum siebten Mal stattfindet.
181 Filme weit weg von Disney & Co. stehen auf dem Programm, ein
internationaler Wettbewerb auch.
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Nach so vielen Beiträgen, die
die „Tricky Women“ über die Jahre schon zu Gesicht bekommen haben, „ist doch
noch nie etwas gekommen, bei dem wir uns gedacht haben, das haben wir schon
gesehen“, sagt Wagner. Das mag auch an der großen Vielfalt der Techniken
liegen, die sich durch das Programm zieht: Von der Sand- und Haaranimation
über Arbeiten mit Fotos und Legetechniken oder Cut-outs und Puppentrick ist
wirklich alles dabei. Hier zeichnen sich keine Trends ab, meint Wagner, wohl
aber in einem anderen Bereich, dem das Festival ab heuer eine eigene
Programmschiene widmet: dem dokumentarischen Trickfilm. „Wir sagen ja auch
immer, Trickfilm hat eine aufklärerische Wirkung. Der kann doch vieles, was
man sich sonst vielleicht nicht zumuten würde, vermitteln. Und das ohne
Zeigefinger.“ So gibt es also unter anderem Filme über Asylsuche in England,
über eine Flutkatastrophe in Indien oder über Liebe mit Down-Syndrom zu
sehen. Ina Loitzl - In der Blüte ihrer Jugend
Wie so oft
ist das Fernsehen schuld. Diesmal daran, dass Ina Loitzl jetzt Trickfilme
macht. „Da gab es früher immer diese kurzen Filme, in denen Köpfe in einer
Box erschienen sind. Das ist das, was ich am schönsten am Trickfilm finde:
Wenn ich eine Kamera habe, ein Stativ, eine weiße Fläche und ein paar
Sachen. Und dann entsteht etwas.“ Das Spielerische taugt der 37-Jährigen an
ihren Legetechnikfilmen. „Ich komm mir oft vor wie ein Kind, das
experimentiert.“ Ihr Beitrag beim Österreich-Panorama von „Tricky Women“ ist
allerdings eine Mischung aus Legetechnik und feiner Zeichnung: „Das passt
besser zum Thema Gewalt gegen Kinder und Jugendliche.“
www.veronika-schubert.at
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