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KLEINE ZEITUNG / 6. Oktober 2009
Niclas Anatol, Ina Loitzl und Christoph Holzeis setzen sich in der Galerie 3 mit dem "Alter" auseinander, das Valentin Oman gelassen erduldet. "Altern", wie geht das? Von selber. Und wer möchte das? Der Wunsch, möglichst alt zu werden, speist sich wohl aus der Hoffnung, nicht jung sterben zu müssen. Dass Altern an sich in der gegenwärtigen Gesellschaft nicht gerade eine positive Aussicht darstellt, damit setzen sich drei junge Künstler in der Klagenfurter Galerie 3 auseinander. Dass das Alter in mancherlei Hinsicht auch ein Qualitätsmerkmal sein kann, setzt ihnen Valentin Oman mit der Gelassenheit der reifen Jahre entgegen. So entsteht eine reizvolle Spannung zwischen vier verschiedenen Ansichten. Niclas Anatol steckt seine Position selbstbewusst mit einem eigenen Manifest ab, das die immerwährende Frische und den ewigen Bestand seiner Arbeiten in Aussicht stellt. Das sind aktuell formschöne, dreidimensionale Architekturen (Modelle), die der Künstler in planen Malereien rückversetzt und ihnen Fläche verschafft. Anatol schafft so statische Zustände, die dem Verfall durch Alterung preisgegeben sind. Deklinierte Dynamik Keinen Stillstand duldet hingegen Marina Koraimann. Weder in ihren Bildern und schon gar nicht in ihrer Tanzperformance. Ständig in Bewegung sind ihre Körper, im Umsetzen von Energie, in Veränderung begriffen. Sequentiell dargestellt bilden sie eigenwillige, graphische Texturen, die die Dynamik des Lebens deklinieren.
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Ruhe kehrt wieder bei Ina Loitzl ein. Mit feiner Ironie umstellt sie die falsche Idylle des Lebensabends. In drei sorgsam zusammengestellten Installationen aus Mobiliar, Bekleidungsstücken, Fotos, Zeichnungen und Videos gelingt ihr eine empfindsame Reflexion über den Herbst des Lebens. Ergänzt durch feine Stickereien, die wie penibel gezeichnete Portraits wirken und eine interessante Verfremdung erfahren, wenn sie den Betrachtenden die Rückseite zuwenden. Valentin Oman setzt zu all dem einen Kontrapunkt mit großflächigen Rostfiguren. Ein Lob der Vergänglichkeit. |